Neanderkirche

Als wichtiger Bestandteil des Lichtmasterplans und mit finanzieller Unterstützung von Stadt und der Düsseldorfer Bürgerstiftung DUS-illuminated® wird die Neanderkirche jetzt auch in den Nachtstunden angestrahlt.

Seit dem 25. August 2005 wird die an der Bolkerstraße in der Altstadt gelegene Neanderkirche auch in den Nachtstunden angestrahlt. Im Rahmen des Lichtmasterplanes ist für dieses Kleinod ein Beleuchtungskonzept ausgearbeitet und mit finanzieller Unterstützung von Stadt und DUS-illuminated® umgesetzt worden. In Anwesenheit von Oberbürgermeister Joachim Erwin sowie dem Stiftungsvorstand Dr. Edmund Spohr und Dr. Dagmar Schäfer-Gehrau wurde die neue Beleuchtung der Neanderkirche offiziell eingeschaltet. Zudem ist der Bereich vor der Kirche von den Landschaftsarchitekten Böke und Tuczek neu gestaltet worden. Es ist ein wohlproportionierter Innenhof entstanden, der zur Besinnung und zum Gespräch einlädt. So dient Licht als Faktor der Kommunikation und Verbesserung der Sozialstruktur der Altstadt im Bereich Bolkerstraße. Insgesamt sind für die Freianlagen rund 145.000 Euro investiert worden, davon rund 15.500 Euro für die Beleuchtung und begleitende Elektroarbeiten.

Beleuchtung historisch wertvoller Baudenkmäler

Die Beleuchtung historisch wertvoller Baudenkmäler ist ein wichtiger Bestandteil des Lichtmasterplans. Die Neanderkirche in der Bolkerstraße spielt als erste reformierte Kirche in Düsseldorf hierbei eine besondere Rolle. Die ehemals im Blockinnenhof gelegene Kirche, die 1684 eröffnet worden war, ist heute von der Bolkerstraße aus gut sichtbar und durch einen Zaun abgetrennt.

In die Zeit der städtischen Lichtplanung fiel der von der Gemeinde an die Landschaftsarchitekten Böke + Tuczek erteilte Auftrag zur Sanierungsplanung des Innenhofs. Massive Beschädigungen durch die Wurzeln der alten Pappeln an den benachbarten Gebäuden hatten dies notwendig gemacht. Die lichtgestalterische Konzeption konnte in den Entwurf der Landschaftsarchitekten übernommen werden. Das Lichtkonzept sieht vor, die Tiefe des Freiraums darzustellen, indem der Vordergrund durch Beleuchtung zweier Gehölze, der Mittelgrund durch die Betonung der geschnittenen Heckenstruktur und der Hintergrund durch die Illumination der Kirchenfassade gestaffelt herausgearbeitet wird. Die Beleuchtung besteht aus vier Bodenscheinwerfern sowie zwei an den Nebengebäuden angebrachten Strahlern für den Turm und für die Seitenwände der Hauptfassade und einzelnen Bodenscheinwerfern zur Akzentuierung der Vegetation.