Sonnenuhr

Illumination der Sonnenuhr der Düsseldorfer Jonges

Unter großer Beteiligung der Architektenschaft fand die Illuminationsaktivierung der Sonnenuhr der Düsseldorfer Jonges statt. Damit wurde ein Wunsch des verstorbenen Oberbürgermeisters Joachim Erwin auf dessen Initiative die Düsseldorfer Bürgerstiftung DUS-illuminated® gegründet worden ist, an seinem 63. Geburtstag erfüllt.

Im Rahmen der Festveranstaltung wurde der Leiter der unteren Denkmalbehörde der Stadt Düsseldorf Herrn Dr. Jörg A. E. Heimeshoff für seine Verdienste um die Denkmalpflege und die ehrenamtliche Herausgabe der Buchreihe “Denkmalgeschützte Häuser in Düsseldorf“ mit dem Hans-Maes-Preis für Denkmalpflege der AGD geehrt.

Im Zeichen des Logos von DUS-illuminated® das seit 2003 am Fernmeldeturm erstrahlt, konnte nach Hissen der DUS-illuminated-Flagge durch Frau Dr. Schäfer-Gehrau, Herrn Arnold und den Vorstandssprecher der Volksbank Düsseldorf-Neuss Herrn Klaus Reh unter großem Beifall die Illumination aktiviert werden.

Die Sonnenuhr der Düsseldorfer Jonges am Rheinufer

Vor fünf Jahren wurde anlässlich des 75-jährigen Vereinsjubiläums der Düsseldorfer Jonges die Sonnenuhr am Rheinufer geschaffen. Die Sonnenuhr trägt als technisch-wissenschaftliches Instrument gleichzeitig zwei Darstellungen mit sich, nämlich die einer Horizontalsonnenuhr und die einer Sonnenuhr zur Datumsanzeige über die wahre Ortszeit.

Weithin sichtbar sind die Bestandteile der Sonnenuhr: Das schräg gestellte Stahlrohr, Gnomon genannt, trägt im Winkel seiner Aufstellung der geographischen Breite Düsseldorfs Rechnung, die sieben Bänke weisen auf ihren Kopfseiten mit arabischen und römischen Zahlen die Uhrzeit in Sommer- und Winterzeit aus. Der in den Boden eingelassene Meridian wurde in strenger Nord-Süd-Ausrichtung gebaut. Auf diesem Mittagsmeridian lässt sich über den täglichen Höchststand der Sonne über Düsseldorf sogar das Tagesdatum ablesen. Der Schattenwerfer steht exakt parallel zur Erdachse und ist auf den Polarstern ausgerichtet, die Höhe des Stabes mit 7,50 m über dem Boden trägt dem Jubiläum Rechnung.

Bei der Realisierung des Objektes wurden Politik und Verwaltung intensiv eingebunden, stellt die Sonnenuhr doch insgesamt auch einen Gegenstand mit pädagogischen Lernzielen dar. Die Anerkennung der Stadt Düsseldorf, der die Sonnenuhr im Rahmen eines Festaktes als Geschenk übergeben wurde, wurde ausgesprochen mit der Erlaubnis, den Platz der Sonnenuhr als Platz der Düsseldorfer Jonges zu bezeichnen, wie es im Sockel des Schattenstabes eingelassen steht. Die Erläuterungstafel vor Ort erlaubt die Funktionsweise zu verstehen, ebenso der in der Geschäftsstelle der Düsseldorfer Jonges erhältliche Flyer.

Idee und Entwurf der Sonnenuhr stammen von Diplommathematiker Willy Bachmann und mir. Sie wird im Register der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie geführt unter den Kennnummern DGC 13999 und DGC 14000. Die Sonnenuhr konnte bei einem Gesamtaufwand von rund 200.000 Euro nur mit großer Hilfe von Unterstützern realisiert werden. Der damalige Baas Gerd Welchering hat hier mit großem Weitblick und Einsatz erheblich dazu beigetragen, dass dieses Werk in der sich heute darbietenden Qualität errichtet werden konnte.

Wir freuen uns sehr, dass nun die Idee der Beleuchtung umgesetzt wird. Großer Dank gebührt Herrn Dr. Edmund Spohr, der die Maßnahme in den Zusammenhang der Beleuchtung durch DUS-Illuminated einbringen konnte. Fünf Jahre nach Erstellung der Sonnenuhr werden wir ab dem 02. September 2012 das Vergnügen haben, nachts unter Beleuchtung den Polarstern zu beobachten.

Düsseldorf, den 21.August 2012
Dipl.-Ing. Rolf Töpfer

Das Licht. Die Zeit. Der Ort
Die Sonnenuhr auf der Rheinuferpromenade
Flyer erhältlich in der Geschäftsstelle der
Düsseldorfer Jonges
Mertensgasse 1
40213 Düsseldorf